"Ich sehne mich hinaus wie noch nie!"

Der erfolgreichen Eröffnungsschau anlässlich des 150. Geburtstages von Gustav Klimt am 14. Juli 2012 folgte im Jahr 2015 mit der Übernahme der betrieblichen und wirtschaftlichen Leitung durch die Klimt-Foundation eine zweite, vollständig neu gestaltete Ausstellung.

Im Fokus stehen dabei biografisch prägende und künstlerische Meilensteine im Leben und Schaffen des Jugendstilkünstlers: Familie, Frauen, Skandale, Erotik, Sommerfrische und honorige Aufträge! Darüber hinaus wird besonders der einzigartige, unmittelbar an der Allee von Schloss Kammer gelegene Standort des Klimt-Zentrums thematisiert, denn nur dieses Motiv des Schloßparks inspirierte Klimt allein zu sechs Landschaftsgemälden! 

Die permanente Ausstellung steht unter dem Motto einer sehnsuchtsvollen Botschaft, die Gustav Klimt (1862-1918) im Jahr 1901, in der heißen Großstadt in Wien weilend, in einer Ansichtskarte an Emilie Flöge am Attersee notiert: „Ich sehne mich hinaus wie noch nie“ und wird jährlich um verschiedene Ausstellungsschwerpunkte erweitert.


01.05.2019-27.10.2019
Die Klimt-Saison in diesem Jahr

Die Saison im nur unweit von Schloss Kammer und der Schlossallee gelegenen Klimt-Zentrum startete heuer am 1. Mai 2019 mit der permanenten multimedialen Präsentation über Gustav Klimts Sommerfrische-Aufenthalte am Attersee. 

21.06.2019-27.10.2019
Sonderschau "Florale Welten - Blühender Jugendstil"

Pünktlich zum offiziellen Sommerbeginn am 21. Juni 2019 kuratiert die Wiener Klimt-Foundation die Sonderschau "Florale Welten - Blühender Jugendstil". Klimts Begeisterung für die Vielfalt und Farbenpracht der Natur, sowie die Entwicklung des floralen Jugendstils  im Wien um 1900 werden in der neuen Ausstellung präsentiert, begleitend dazu erscheint auch das gleichnamige Buch in der Edition Klimt. 
Gustav Klimt verlor sich mit Vorliebe in der Welt der Pflanzen und Blumen, ob im Hinterhofgrünraum seines Josefstädter Ateliers, im verwunschenen Künstlergarten des Biedermeierateliers in Wien-Hietzing oder vor allem an seinem motivisch ausgiebigsten »Sehnsuchtsort«, dem Attersee.

Zwischen 1900 und 1916 schuf Gustav Klimt, der von Ludwig Hevesi als Künstler "des ewigen Blühens" bezeichnet wurde, über 40 der rund 55 bekannten Landschaftsgemälde in dieser Gegend und setzte damit dem Attersee ein Denkmal in Bildern.

21.06.2019-14.07.2019
Klimt-Originalgemälde "Litzlbergkeller", 1915/16

Von 21.06.2019 bis zu Klimts 157. Geburtstag am Sonntag, den 14.07.2019 wird das Originalgemälde "Litzlbergkeller" (1915/16) im Rahmen der Sonderschau im Klimt-Zentrum präsentiert.
Die stimmungsvolle Landschaft war im Erstbesitz der Klimt-Sammler Otto und Eugenia Primavesi und ist seit 2018 eine Dauerleihgabe aus Privatbesitz im Wiener Leopold Museum. Nun, nach über 100 Jahren, kehrt es für kurze Zeit an seinen Entstehungsort, den Attersee, zurück.
Das Gebäude der ehemaligen Jausenstation ist im Gemälde zweidimensional in die Bildmitte gesetzt und versinkt, vom See isoliert, im nuancenreichen Grün-Blau der Baumlandschaft. Klimt verzichtet auf die bereits auf zeitgenössischen Ansichtskarten erkennbare Stiege zum See und rückt das Haus ganz in die Natur, ohne Menschen in die Ansicht miteinzubeziehen.

21.06.2019-28.07.2019
Virtual Reality Experience „Klimt‘s Magic Garden“ von Frederick Baker
Auf Einladung der Klimt-Foundation ist bis 28. Juli 2019 (jeweils am Wochenende) die Virtual Reality Installation „Klimt‘s Magic Garden“ für Besucherinnen und Besucher im Klimt-Zentrum zu sehen. Der renommierte Filmemacher und Digitalkünstler Frederick Baker reinszeniert die im MAK erhaltenen Entwurfszeichnungen für den Mosaikfries im Palais Stoclet im Brüssel von Gustav Klimt (1908-1910) und mixt dabei Klimts Flächengestaltung mit den Möglichkeiten des virtuellen Raums mit modernster Technologie
.

ab 21.06.2019
Der weltweit erste Gustav-Klimt-Garten am Attersee

Parallel zur Sonderausstellung wird auch der rund 100 m² große Gustav-Klimt-Garten unmittelbar vor dem Klimt-Zentrum eröffnet. Das von der Klimt-Foundation und ihren regionalen Partnern – u.a. Verein Klimt am Attersee, Tourismusverband Attersee-Attergau, Gemeinde Schörfling – konzipierte Projekt ist von Klimts gemalten Gartenbildern inspiriert und wurde 2018 vom BM für Tourismus und Nachhaltigkeit als eines von sechs touristischen Leuchtturmprojekten in Österreich nominiert.

Tipp:
Abonnieren Sie den Klimt-Newsletter und bleiben Sie up-to-date!