"Ich sehne mich hinaus wie noch nie!"

Der erfolgreichen Eröffnungsschau anlässlich des 150. Geburtstages von Gustav Klimt am 14. Juli 2012 folgte im Jahr 2015 mit der Übernahme der betrieblichen und wirtschaftlichen Leitung durch die Klimt-Foundation eine zweite, vollständig neu gestaltete Ausstellung.

Im Fokus stehen dabei biografisch prägende und künstlerische Meilensteine im Leben und Schaffen des Jugendstilkünstlers: Familie, Frauen, Skandale, Erotik, Sommerfrische und honorige Aufträge! Darüber hinaus wird besonders der einzigartige, unmittelbar an der Allee von Schloss Kammer gelegene Standort des Klimt-Zentrums thematisiert, denn nur dieses Motiv des Schloßparks inspirierte Klimt allein zu sechs Landschaftsgemälden! 

Die permanente Ausstellung steht unter dem Motto einer sehnsuchtsvollen Botschaft, die Gustav Klimt (1862-1918) im Jahr 1901, in der heißen Großstadt in Wien weilend, in einer Ansichtskarte an Emilie Flöge am Attersee notiert: „Ich sehne mich hinaus wie noch nie“ und wird jährlich um verschiedene Ausstellungsschwerpunkte erweitert.


Ausstellungsschwerpunkte 2018

In der siebten Saison des Gustav Klimt-Zentrum informiert die Klimt-Foundation als Betreiber des Dokumentationszentrums auch heuer wieder in einer permanenten Ausstellung mit Klimt-Kino und multimedialen Touch-Screens über Gustav Klimts Wirken und Schaffen während seiner jährlichen Sommerfrische zwischen 1900 und 1916 an seinem „Sehnsuchtsort“ im Salzkammergut.

Ausgewählte Faksimiles seiner Attersee-Landschaften, darunter die seit 2017 teuerste am Kunstmarkt, präsentieren Klimts malerische Werkphasen innerhalb seiner Aufenthalte in Litzlberg, Kammer und Weißenbach. Im Grafik-Kabinett entdeckt der Besucher den Weltkünstler vorwiegend als erotischen Zeichner, in seinen Entwürfen für den Mosaikfries des Palais Stoclet, die im Klimt-Zentrum als großformatige Reproduktionen dauerhaft eingebaut sind, erkundet er Gustav Klimts Verbundenheit zur Natur. Von den Blüten, Blumen und Bäumen am Attersee inspiriert, schuf Klimt sowohl im Stoclet-Fries als auch in seinen Landschaftsgemälden eine faszinierende symbolistisch-florale Welt, die bis heute Kunstliebhaber weltweit  schätzen. Anlässlich des 100. Todestages von Gustav Klimt und dreier weiterer Künstlerpersönlichkeiten der Jahrhundertwende – Egon Schiele, Koloman Moser und Otto Wagner – erhalten auch diese Wegbereiter der Wiener Moderne und ihre Verbindung zum Salzkammergut einen besonderen Themenschwerpunkt in der diesjährigen Saison im Klimt-Zentrum.


Nives Widauers „Time Tunnel“

Einen zeitgenössischen Akzent zur diesjährigen Ausstellung setzt heuer die renommierte Wiener  Künstlerin Nives Widauer mit ihrer Videoinstallation „Time Tunnel“. Widauers Installation gewährt einzigartige Einblicke in die 1877 errichtete historistische Villa Paulick in Seewalchen am Attersee, die als impulsgebender Treffpunkt für Gustav Klimt und Emilie Flöge bekannt wurde. Die Künstlerin verbindet dabei eine Kamerafahrt vom Boden des Attersees, durch das Bootshaus, durch den Garten und durch die Räume der berühmten Villa Paulick bis in ihren Turm und endet mit einem spektakulären Blick über die Dachgiebel. In einer Plattenkamera aus der Jahrhundertwende montiert, betrachtet der Besucher das Video wie in das Innere eines Erinnerungsraumes schauend.


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